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Orden der Loewenritter

Im Löwenritter-Orden schließen sich aus freien Stücken Jungen und Männer zusammen, die gerne etwas gemeinsam unternehmen, die durch Sympathie, Vertrauen und gegenseitiges Wohlwollen verbunden sind.

Diese zeichnet insbesondere eine ritterliche Haltung aus: Mut, spannende Fahrten anzugehen, Mut, auf andere zuzugehen, Mut sich mit den eigenen Schwächen auseinanderzusetzen, Mut, auch eigene Gefühle zu zeigen. Dazu Ehrlichkeit: Ehrlichkeit zu sich selbst (Was will ich wirklich, was macht mir Freude, was ärgert mich, was macht mich traurig?), Ehrlichkeit im Umgang miteinander (anderen z.B. sagen zu können: dafür bewundere ich dich, da warst du sehr du selbst, da warst du nachlässig, da bleibst du hinter deinen Möglichkeiten zurück), Ehrlichkeit in seinen Mitteln, stets mit offenem Visier in Konflikte gehen: hier stehe ich, das sind meine Argumente, ich suche die direkte Begegnung, auch wenn es zunächst unangenehm ist.

Im Tun zeichnet uns aus, daß wir spannende und herausfordernde Fahrten unternehmen, in denen sowohl ein starkes Gruppengefühl zugegen ist und die auch körperlich anstrengend sind und in denen stets auch Jüngere entscheidende Rollen spielen können und nicht nur Anhang sind. Ebenso fordern wir uns geistig: Gespräche untereinander sollen immer mal wieder (nicht ständig) in die Tiefe gehen, Fragen über die Zukunft des Einzelnen (z.B. Schule oder Lehre oder welches Studium), über die Gesellschaft und über Sinn und Lebensziele sparen wir nicht aus, sondern suchen sie. Das soll aber keine verkrampfte Dauerhaltung oder gar unliebsame Anstrengung sein. Im Gegenteil, durch eine Atmosphäre des Vertrauens und einen durchgängig spürbaren hohen Stil, durch eine nach außen strahlende innere Haltung von Edelmut und Ritterlichkeit der Älteren im Orden sollen sich Möglichkeiten und Offenheit für tiefe Gespräche ergeben - wenn es paßt, sie gesucht werden oder nötig sind, ohne aber aufgezwungen zu sein. Der Orden soll ein Raum sein, in dem man mit seinen Sorgen aber auch seiner Freude nicht allein bleibt, sich nicht verstellen muß, auch zuhören oder gegenseitig Rat geben kann und sich gegenseitig hilft.

Am Wichtigsten von allem ist aber wohl der herzliche Umgang untereinander. Wir stellen uns den Orden als geschützten, Geborgenheit vermittelnden Raum vor , in dem man sich wohl fühlt, in dem man mit seinen Themen und Fragen hineingehen kann, um nach Kontakt und Antworten zu suchen. Wo man sich gerne anlehnen mag, wo man sich füreinander interessiert und wo man mehr man selbst sein kann als z.B. in der Schule, in Sportgruppen oder im Rest des Bundes. Das ist eigentlich eine sensible Angelegenheit.

Gerade weil so ein Miteinander nicht mit jedem zu haben ist, weil man sich nicht jedem gegenüber öffnen mag, ist es wichtig, daß auch nicht jeder beliebige mitmacht. Ein solches Miteinander, das anders sein will als große Teile der restlichen Gesellschaft und auch anders als andere Bünde, Sportvereine oder Schulkameraden, das Ansprüche befriedigen will, stellt auch solche! An jeden einzelnen. Es geht um einen Kreis, der etwas besonders darstellt, der für Jüngere wie auch für junge Erwachsen spannender und anspruchsvoller Erlebnisraum ist, aber auch in späteren Jahren noch Geborgenheit und Möglichkeit bieten soll dabeizusein oder gelegentlich hinzustoßen zu können. Lebendige Horten sollen den Kern des Ordens bilden.

Die Horten sind auch innerhalb des Ordens autonom und der dem Hortenführer obliegt die Verantwortung sowohl für das reiche Fahrtenleben als auch den kameradschaftlichen und wertschätzenden inneren Zusammenhalt der Gruppe. Besonders in den Horten soll gegenseitiges Vertrauen wachsen können, sollen die Jungen mit ihren Stärken gefordert und in ihren Schwächen gefördert werden. Die Horten sollen auch Refugien sein, in denen man sich so zeigen kann, wie man wirklich ist, sie sollen echte Jungenreiche sein.

Zusammenfassend sind die Wesensmerkmale unseres Ordens:

  • Herausfordernde Fahrten, eine starke Ausrichtung auf Jüngere, Horten und tatsächliches Jungenleben und nicht so sehr auf überbündische Veranstaltungen.
  • Eine ritterliche und verantwortungsvolle Grundhaltung, ebenso eine starkes Verhältnis zu sich selbst und seinen Wünschen und Vorstellungen, seinen Stärken und Schwächen.
  • Im Umgang miteinander Ehrlichkeit und besonders Herzlichkeit, das schließt mögliche Freundschaften und auch Forderung an den anderen mit ein.
  • Unser Anspruch erstreckt sich aber im Besonderen auf die geistige Auseinandersetzung mit sich selbst, der Umwelt und den anderen, den Fahrtenkameraden, den Freunden.
Wir wollen im Orden solche, die einen Anspruch an sich und ihr Leben haben, einen Anspruch, der sich messen läßt mit Idealen, wie sie z.B. von Friedrich Schiller formuliert wurden: "Veredelung des Charakters", einen Anspruch, der selbstgewählt ist und sich in der Auseinandersetzung mit klugen und erfahrenen Menschen bewährt.

Der Orden ist eine Gemeinschaft, die sich nicht zusammenfindet, weil man z.B. im gleichen Ort wohnt wie andere oder mal in einer Horte war, die zu den Löwenrittern gehört. Es ist ab einer gewissen Reife eine freie Entscheidung. Es ist der Orden mithin die freieste Gruppierung innerhalb des Bundes.

Gegründet wurde der Orden im Jahr 1999 von den damaligen Horten Löwenritter und Nassauer Löwen und einigen wenigen Älteren.

Ordensfahrt in Oberhessen

Herbstfahrt 2008

Wintertippel in der Rhön

Ordensfahrt in Oberhessen

Ordensfahrt in Oberhessen

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