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Gedanken zur Fahrt...
"Es geht um einen einzigen Augenblick, um eine Sekunde, die grenzenlos die Weite der Welt vor Dir öffnet. Gib dich Ihr hin, aus ganzer Seele. Vier Wochen gewandert, Zelt, Scheune und Herberge, Städte und Dörfer, das ist noch keine Großfahrt. Aber der Augenblick, in dem Dich der Wind anspringt, in Deine Haar faßt und bis auf die Haut durch deinen Kittel bläst, das ist es. Wenn die Straße mit den roten Ebereschen in ruhigen Schleifen ins Land hinausführt, wenn die Goldammer in den wilden Rosenhecken vorausfliegt, wenn der Hahn auf dem Kirchturm knarrt und die Wolken in der ungeheuren Fläche des Himmels wandern, dann erst beginnt die Fahrt."
[aus: Walter Scherf: Lautlos wandert der große Bär]
Fahrt ist Abenteuer
Das Abenteuer der Fahrt besteht nicht im Unkalkulierbaren, sondern beginnt bereits mit dem Wunsch, die Welt mit anderen Augen sehen zu lernen. Die Fahrtenziele sind meist abgelegen, die Ausrüstung ist einfach, doch entsteht so eine ganz eigene Intensität des Erlebens. Die jüngsten Fahrtenteilnehmer sind häufig erst 12 Jahre alt. Ihre Erlebniswelt unterscheidet sich hier von denen ihrer Schulkameraden, denn die Skizze lautet: Regen, Kälte oder Sonnenglut – Anstrengung und Entbehrung – Tippel und Tramp – Kochfeuer und Fahrtenlieder – Freundschaft und Bewährung – einsame Wälder und wilde Schluchten – staubige Straßen – nachts unterm Sternenhimmel... Und es sind schließlich jene Empfindungen und Einsichten, die erst fernab vom gewohnten Alltag entstehen, die aber das Wesentliche ausmachen. Im Grunde fährt jeder seine eigene, persönliche Fahrt. Und im besten Fall wird sie die Persönlichkeit prägen...
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