5. Bardentreffen – Freusburg 2007


Zusammenkunft der Generationen

Angestachelt durch unseren Erfolg beim diesjährigen Beräunertreffen auf Burg Ludwigstein wollten Max und ich im singenden Duett nun auch beim Bardentreffen auf der Freusburg bei Siegen zwei Lieder auf der Bühne zum Besten geben.

Am Abend des 10.11. erreichten wir mit einer ganzen Schar Weinbacher die gewaltige Burganlage, die mittlerweile als Jugendherberge ausgebaut ist. Im Rittersaal saßen auch schon viele Wandervögel und Pfadfinder unterschiedlichster Zugehörigkeit. Wir merkten schnell, dass es sich hierbei um ein echtes Zusammentreffen der Generationen handelte. Außer uns Weinbachern und vier Mädels vom Mädchenwandervogel Solveigh befanden sich fast ausschließlich Alt-Nerother, und andere ältere Bündische im Raum. Doch kaum waren die ersten Akkorde eines gemeinsamen Liedes angestimmt, ahnte man, was für ein schöner musikalischer Abend es noch werden würde.

So begann auch schon bald der "offizielle" Teil des Treffens, durch den uns ein begeisterter und Begeisterung hervorrufender Fuzzy souverän führte. Nach dem Zufallsprinzip kamen die Sänger nun einzeln oder zu zweit nach vorne, um ihr musisches Talent zu präsentieren. Dabei waren sowohl die Lieder an sich, handelte es sich doch um größtenteils unbekannte Weisen und Balladen, als auch die Darbietungen von fesselnder künstlerischer Güte. Dazu konnte sich jeder Vortragende an dem großen Trinkhorn des Moderators stärken. Als wir dann schließlich vor dem versammelten Publikum standen, war ich schon etwas nervös. Doch blickten wir in so viele fröhliche, wohlwollende Gesichter, nichts zuletzt in die unserer Weinbacher Schar, dass ich auch lächeln musste - und dann singt es sich doch immer am besten! So auch diesmal.

Da es kein Singewettstreit war, sondern ein Treffen, gab es keine Platzierung am Ende, doch als Preis eine zünftige Singerunde im Ritterkeller. Das gemeinsame Singen mit den "Alten" war dabei eine absolute Bereicherung. Da kommt man aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten und ist unter gänzlich anderen Bedingungen aufgewachsen, doch hat mit dem bündischen Liedgut sofort eine gemeinsame Sprache. Welch ein Glück für uns alle, dass wir sie sprechen können. Aber auch die Gespräche machten mir einmal mehr bewusst, wie stolz wir darauf sein können, was für ein Erbe wir antreten. Jedoch gilt es, dieses Erbe sorgsam zu pflegen und nicht sorglos zu verschleudern.

In den frühen Morgenstunden, nach unzähligen Liedern, packte uns dann die Müdigkeit und wir schliefen noch ein paar Stunden, bevor es schon wieder zum Aufbruch blies. Wir verabschiedeten uns von allen neu gewonnenen Sängerfreunden mit einem frischen "Lebt wohl denn,, Kameraden" und wussten: "Wir werden ein ander Mal wieder uns sehen…"

Felix




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