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Weltfahrt: Auf den Spuren der Zarathustrier – November 2001 |
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Im Herzen Persiens
In der Wüste Irans. Wir sehen das Heiligtum Imamzade, in dem wir schliefen, vor uns, dahinter Wüste, von links nach rechts Straße, hinter uns Wüste. Wir hören wieder einen Wagen kommen. Wir winken, er hält. Wir wollen nach Yazd. Ja, die beiden fahren nach Yazd. Ohne zu bezahlen? Ohne zu bezahlen!? Sie überlegen. Na gut. Woher wir sind? Aus Deutschland. Ist das dort so üblich, ohne für die Fahrt zu bezahlen? Ja, ja. Unsere Rucksäcke kommen auf die Ladefläche des Pick-Up. Pat und ich zwängen uns hinter die Sitze, Max bekommt den Platz am Schaltknüppel.
Los gehts. Die Strecke ist lang, viel mehr als fahren werden wir heute nicht. Bald tauchen Sanddünen auf, ganz sanft heben sie sich, wie von einer Brise gestreichelte Wellen, vom Boden ab. Stärker, aber mit der gleichen Behutsamkeit bestreicht die unsichtbare Hand immer höhere Dünen. Hinter ihnen, im staubigen Dunst widersteht grob der Felsen Küste. Dadurch zieht sich sauber die Straße als anthrazitener Reif. Wir fahren und irgendwann färbt die Sonne die Hügel rot.
Im Dunkel erreichen wir Yazd, die beiden Männer lassen uns am Imamzade Jafar-Heiligtum raus. Wir steigen aus und stellen unser Gepäck im die Moschee umgebenden Park ab, fragen den Wärter, wo wir schlafen können. Um zehn Uhr, nach dem Nachtgebet, dürfen wir uns hinlegen, bis dahin bleiben wir im Empfangsgebäude und kochen uns mit den Wärtern Reis. Schließlich werden wir hinter die Moschee geführt, dort ist ein kleiner Raum mit Teppichen ausgelegt. Wir legen ab, doch der Wärter geht nicht. Er sucht nach dem Vorhängeschloß, doch ich habe es eingesteckt. Er will uns für die Nacht einschließen, dieser Mann scheint ziemlich simpel zu denken. Nein sagen wir, wir lassen uns nicht einschließen. Er versteht es nicht, doch ohne Schloß ist es unmöglich. Unverrichteter Dinge zieht er ab, Pat legt seine Schleuder bereit, Max und ich installieren unsere kleine Alarmanlage. Obwohl wir auf dem Gelände des Heiligtums sind, fühlen wir uns nicht besonders sicher.
Türme des Schweigens
Gegen fünf Uhr werden wir aufgeweckt, die Pilger an diesem Ort haben ihr Morgengebet verrichtet und vorher gefrühstückt. Denn vor ein paar Tagen fing der Monat Ramadan an und jeglicher Genuß ist für Muslime und für uns in der Öffentlichkeit von der Dämmerung bis zum Untergang der Sonne verboten. Wir sollen aufstehen und die Kammer räumen. Warum? Wir sind müde und verärgert, sind die denn von allen guten Geistern verlassen?! Es hilft nichts, wir dürfen aber in der Moschee weiterschlafen. Echt? Von mir aus gerne. Im großen Raum, abseits von den Betenden legen wir uns auf die Teppiche. Nach einer Mütze Schlaf weckt uns Pat: Die beiden Autofahrer von gestern sind wieder da und wollen mit uns eine Stätte der Zarathustrier besichtigen, da wir ihnen gestern unser Interesse für diese alte Religion bekundeten. Also geht es nach Meybod nördlich von Yazd. Dort stehen zwei Türme des Schweigens, die nicht mehr benutzt werden.
Mit dem Wagen fahren wir über ein weites Geröllfeld, in der Ferne erkenne wir die beiden Türme, flach und breit. Wir halten und treten ein, der Turm hat kein Dach und der Boden ist ein wenig erhöht. In der Mitte befindet sich ein über mannstiefes Loch, das wohl doppelt so viel durchmißt. Auf dem Grund liegen Steine und Knochen.
Noch vor vierzig Jahren war dies die Totenstätte der Zarathustrier. Für sie sind die vier Elemente heilig und dürfen nicht verunreinigt werden. So dürfen sie ihre Toten weder verbrennen noch beerdigen. Stattdeßen hingen sie die Leichen an den Innenwänden der Grube auf und überließen ihr Fleisch den Geiern. Nur die Knochen fielen schließlich in die Erde. Auch mußte der Tote beobachtet werden. Pickte der Geier zuerst das rechte Auge aus, so soll es ein schlechter, pickte er das linke zuerst aus, ein guter Mensch gewesen sein und kam demnach in den Himmel. Die Grube des anderen Turmes ist schon voll Erde und Menschenknochen. In der Nähe ist ein verfallenes Wohngebäude, in dem die Familien der Verstorbenen eine Woche lang Wache halten und trauern mußten. Wir verlassen die stillen Zeugen alter Riten. Seit Chomeini ist die Ausübung dieses Brauches nicht mehr erlaubt und die Zarathustrier müssen ihrer Überzeugung zuwider die Erde entweihen.
Ahura Mazda
Weit in den Bergen liegt ein altes verlassenes Dorf, in dem aber noch ein Tempel der Zarathustrier steht. Auf einer Steintafel kann ich den Namen Ahura Mazda entziffern, ein Teil der Schrift ist seit der islamische Revolution mit Mörtel überdeckt worden. Zwar wird den Zarathustriern im Iran die Religion erlaubt, in ihrer Ausübung aber werden sie stark behindert.
Ahura Mazda ist der eine gute Gott, den die Zarathustrier verehren. Vor gut 2600 Jahren lebte im heutigen Afghanistan der Priester Zarathustra, der sich von den üblichen Gebräuchen abwand und die Verehrung nur eines Gottes lehrte. Er beschwor den Kampf zwischen Gut und Böse und sah das jüngste Gericht noch zu seinen Lebzeiten kommen.
Die Häuser und der Tempel des Dorfes sind beschmiert. Man liest unter anderem: Al-hamdu Li-llah, Ia Ali: Ehre sei Allah, Oh Ali (ein heiliger Imam der schiitischen Moslems). Mißgünstige Moslems haben den für andere heiligen Ort beschmutzt. Als wir aufbrechen, kommt eine Familie an, sie sind aus Teheran und Zarathustrier, sie besuchen den Tempel und möchten nicht mit uns sprechen.
Wir wollen noch eine alte Festungsanlage in Meybod besuchen. Die Hälfte, wohl ein Hektar groß, ist während eines Bebens eingestürzt, der Rest ist noch begehbar. Durch ein breites Holztor beschreiten wir die steil ansteigende Treppe. Alles ist beigefarben und von der Zeit rundlich abgenutzt. Es heißt, die Festung stand schon vor der Eroberung Persiens durch die Araber. Wo der erdige Putz abbröckelt und sich mit dem alles bedeckenden Staub vermischt, werden die Lehmziegel sichtbar. Es liegen auch neue Ziegel an der Wand, um Reparaturen durchzuführen. Jeder von ihnen wurde mit Matsch, Stroh und ein wenig Zement in einer Schale von Hand geformt und von der Sonne getrocknet, wie seit Urzeiten.
An dem Stapel vorbei steigen wir Rampen hoch, überqueren Höfe, vorbei an Zisternen, durchschreiten Rundbögen und Tunnel, bis wir im Empfangsraum des damaligen Herrschers stehen. Neun Stockwerke sind wir hoch, ich habe etwa fünfzehn halbe gezählt und bestimmt so viele Windungen. Von hier oben schaute der König auf den großen Platz, wo sich das Volk versammelte. Trotzdem er ihr Herrscher war, hatte er auch nur eine zugige, staubige, dunkle Behausung zur Verfügung. In hohen Räumen mit kleinen, glaslosen Öffnungen wohnte das Burgvolk. Statt grüner Wälder sahen sie von ihren hohen Türmen nur den allesbedeckenden Staub. Und doch brachten sie es lange vor den mit Wasser und Forst gesegneten Europäern zu kultureller Blüte.
Heute ist die Burg weder bewohnt, noch sind die Dorfbewohner Zarathustrier. Mit der Eroberung Persiens durch die Araber im 7. Jahrhundert nach Christus konvertierte der Großteil der Bevölkerung zum Islam. Für manchen persischen Dichter und viele junge Leute im Iran bedeutete dies der Anfang vom Niedergang der iranischen Kultur, und viele beschwören heute insbesondere gegen das islamische Regime vergangene Glorie herauf. Die herrschende und offizielle Meinung jedoch sieht in der Islamisierung Persiens den Anfang der wahren Kultur. So lernen die Schüler heute schon in der Grundschule arabisch, was ihnen aber meist mißfällt. Der durch die Revolution abgesetzte persische Schah Mohammad Reza hatte sich in der Reihe der alten Perserkönige von vor 2500 Jahren gesehen und wollte unter anderem die lateinsche Schrift einführen, die wohl tatsächlich besser für das heutige Persisch geeignet ist. Englisch galt als zu erstrebende Sprache, ist es auch noch heute, das Erlernen wird aber nicht gefördert. Immerhin hat ein großer persischer Dichter, Omar Chayyam, der nicht als der frommste Muslim galt, einen Sonnenkalender gestaltet, der noch heute anstatt des für muslimische Länder üblichen Mondkalenders gilt. Eine Rückbesinnung auf eine über 1300 Jahre zurückliegende Vergangenheit ist nur schwerlich denkbar. Jedoch werden auch bei uns in Deutschland ohne Verluste vorchristliche Traditionen gerne wiederbelebt. Sich nur eine Phase aus Geschichte herauszupicken und das andere auszublenden, ist allerdings nicht statthaft, da die Kultur weder konserviert noch isoliert werden kann.
Eine Preisgebung der Kulturgestaltung aber sollte man nicht zulassen. Somit ist auch die Abneigung gegen die westliche und insbesondere die amerikanische Kultur, die vom letzten Schah und der amerikanischen Regierung den Persern aufgezwungen wurde, verständlich wie auch die Abneigung gegen die arabische Kultur, die sich in Persien trotz einer langen Einflußzeit nur in Teilen durchsetzen konnte.
Hier jedenfalls sehen wir persische Kultur. An den Räumen sind Schilder mit Nummern angebracht, die auf archeologische Arbeiten hindeuten. Wieder aus der Festung draußen besuchen wir einen Freund unseres Fahrers. Obschon Ramadan ist und die Sonne noch am Himmel, essen wir alle dort und unsere Iraner gönnen sich danach eine Opiumpfeife. Alkohol ist zwar verboten, genauso wie alle anderen Drogen außer Nikotin, doch stört die Iraner das wenig, viele genießen Drogen oder sind von ihnen abhängig, durch das heutige Iran führt die Hauptschmuggelroute für Drogen, und die Regierung kämpft hoffnungslos gegen eine immense Abhängigkeit unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie versuchen so, ihren Freiraum zu eröffnen, den ihnen die strengen Gesetze, die das Kommunizieren von Mädchen und Jungen schlicht verbieten, nicht einräumen. Die Jugend im Iran ist zwar fröhlich, doch sie leidet an einer extremen Unbefriedigung. Nichts, was ihren Wünschen und Trieben entspricht, ist ihnen in der Öffentlichkeit erlaubt, noch darf darüber geredet werden. Ein Psychologe bestätigte mir entsprechende Nöte bei jungen Männern, vor allem bei Wehrdienstleistenden.
Wie froh bin ich, mit so vielen Rechten und Freiheiten begütert zu sein. Die Jugend zu leugnen, was hier offensichtlich geschieht, nach der Pubertät sollen die Kinder so schnell wie möglich heiraten, ist ein Verbrechen. Fast niemand heiratet schon so früh, viele wollen lieber studieren und ihre Jugend ausleben, die islamische Gesellschaft bietet aber nun leider gar keinen Raum für sie. Ich wünschte, es gäbe für sie eine Jugendbewegung wie den Wandervogel, der sie aus diesem Korsett befreit.
Chak Chak
Wir lassen uns nun zurück nach Yazd fahren, wo wir in einer Herberge günstig Unterkunft finden. Auf der Straße treffen wir einen jungen Kanadier, den wir bei uns im Zimmer schlafen lassen. Er ist schon acht Monate unterwegs und hat etwa dieselbe Route wie wir. Da er ein halbes Jahr in der Türkei war, plaudern wir ab und zu eine Phrase auf Türkisch und tauschen türkische Anekdoten aus. Wir beschließen, am nächsten Tag gemeinsam den berühmten Tempel der Zarathustrier in dem Dörfchen Chak Chak zu besuchen.
Tags darauf fahren wir mit dem Bus nach Meybod. Dort will uns der Gastgeber von gestern abholen, um uns zu fahren. Bis dahin bleiben wir in der Wohnung eines jungen Studenten aus dem Bus. Wir essen Reis bei ihm, doch er fastet und schaut nur zu. Um drei Uhr warten wir auf unseren Fahrer. Als er um vier noch nicht am verabredeten Ort ist, beschließen wir, zusammen eine Taxe zu nehmen. Nach gut einer Stunde erreichen wir den Fuß des Berges, an dem sich der Tempel befindet. Wir steigen hinauf und suchen nach jemandem. Doch all die Häuser stehen leer, nur ein Haus scheint belebt, doch das Grölen, das uns von dort entgegentönt, wirkt nicht einladend.
Schließlich, ganz oben am Tempel, treffen wir auf zwei alte Männer, sie scheinen die Tempelwärter zu sein und weisen uns freundlich einen Schlafplatz zu. Erst morgen, wenn es wieder hell ist, wollen wir mit ihnen den Tempel betreten. Wir setzen uns also in jenem Raum ab und beginnen zu kochen, da klopft es und ein alter Mann mit graemm Bart tritt herein. Ihm gehört also der Rucksack, die Decke und das Gewand, die wir als hier vergessene Utensilien betrachtend in die Ecke legten. Wir entschuldigen uns, wollen erklären, daß wir den Raum zugewiesen bekommen haben und gleich abziehen.
Doch der Alte lächelt und spricht kein Wort. Jedoch, er versteht uns, sowohl auf Persisch als auch auf Englisch. Schließlich, mit Stift und Papier, teilt er uns mit, daß er ein Schweigegelübde abgelegt hat. Wie lange? Sechzig Tage. Und ist er Zarathustrier? Nein, "Sufi" malt er in die Luft. Wir? Christen. Und er strahlt und umarmt uns. Was aber ist Sufi? Er malt uns Zeichen auf: Eine Feuerschale, einen Halbmond, ein Kreuz und ein Wort in fremder Schrift, das Om bedeutet. Um alles kommt ein Kreis. Er deutet auf jeden einzelnen von uns, zeigt dann die Zahl fünf mit seiner Hand, schüttelt aber den Kopf, nein, eins zeigt er an. Alle sind eins, alle großen Religionen, Zarathustrismus, Islam, Christentum und Buddhismus auch. Das ist sein Sufismus. Er ist äußerst lieb und freut sich über unser Verständnis. Er ist ebenfalls unterwegs nach Indien und besucht heilige Stätten all dieser im Sufismus zusammengefaßten Religionen. Er war schon in der Schwarzen Kirche im Nordiran und arbeitet nun mit den anderen Arbeitern, die wir grölen hörten, an einem Staudamm für das Dorf. Er ist Iraner versteht aber auch Englisch und Türkisch. Er schreibt uns auf deutsch auf: Ich bin lustig. Wir essen, doch er will nichts annehmen. Viel lieber "erzählt" er, daß alles eins ist. Meine Zeichnung, daß wir alle Blätter eines Baumes sind, lehnt er ab und malt lieber einen großen Kreis um alles. Ein wenig enttäuscht bin ich, als er zu diesem schönen Glaubensthema hinzufügt, daß im nächsten Jahr ein Atomkrieg dreiviertel der Menschheit vernichten wird und nur die Guten überleben werden. Wir packen also unser Gerödel und legen uns auf einer Terasse nieder.
Am Morgen trinken wir Tee mit den Wärtern und begehen den Tempel, wir müssen, anders als in Kirchen, den Kopf bedeckt lassen. Ein Flügel des schweren Messingtores wird zur Seite gehievt, dann ziehen wir die Schuhe aus und betreten den kalten Kachelboden, die Luft ist dick von aromatischem Rauch, der von der Feuerschale in der Mitte des kleinen runden Raumes aufsteigt. Deswegen heißen die Tempel der Zarathustrier Feuertempel. Mit dem Feuer als Zeichen für die göttliche Macht verehren sie Ahura Mazda. Am Felsen, an dem der Tempel gebaut ist, tropft das Wasser herunter, das dem Ort den lautmalerischen Namen Chak Chak gegeben hat.
Mehrere Ausgaben der Avesta, des heiligen Buches der Zarathustrier, stehen in einem Regal. Ich kann leider nichts lesen, da es in altpersisch geschrieben ist, und es noch keine Übersetzung davon gibt. Die Avesta war ursprünglich viel größer, doch die Araber haben nach ihren Eroberungen einen Großteil des Buches vernichtet. Heute sind noch etwa 85.000 Menschen Zarathustrier, ein Drittel davon lebt im heutigen Iran, der Rest in Pakistan oder Westindien, ein paar auch, weil sie vor der islamischen Revolution 1979 flüchteten, in Europa und Nordamerika. Jedes Jahr im Sommer pilgern etwa 10.000 von ihnen an diesen Ort, dafür sind die vielen leerstehenden Häuser gedacht, dann ist hier alles voll des Lebens.
Was das Leben eines Zarathustriers ausmacht, fragen wir. Natürlich der Glaube an den einen Gott, und, er deutet auf uns, wie die Pfadfinder, Gutes denken, Gutes sprechen und Gutes tun, auch fleißig sein. Eine genauere Defintion aber gibt es nicht.
Wir spenden dem Tempel und machen uns am späten Vormittag auf den Weg zurück nach Yazd. Am Fuß des Berges treffen wir den alten Sufi, er arbeitet an dem Staudamm, in den Sand hat er geschrieben: "Auf Wiedersehen".
Die Sonne brennt in unserem Nacken, und wir tauchen die Barette in den Bach, bis zur Straße sind es vielleicht fünf Stunden durch die Ödnis. Wir ziehen mit munterm Gespräch los und ich freue mich, wieder zu wandern. Was ist schon eine Fahrt ohne Wandern. Man kann sich wieder unterhalten und der Körper ist wieder eingespannt und verkümmert nicht zum Empfänger von Genüssen. Er stellt seine Bedürfnisse zurück und gibt Raum für ein Klarwerden vergangener, behutsam wartender Eindrücke. So liegt uns bis zum Sonnenuntergang, als wir endlich die Straße erreichen, der kühle, beräucherte Tempel, Stätte jahrtausendalter Verehrung, in den Gedanken, die Zunge weit hinten im Rachen und der Staub der Wüste auf Schuhen und Barett.
Freddy
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