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Von Rhönwichteln und Wandervögeln |
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Fuldaer Zeitung, 05. Oktober 2005
Elf Gruppen wurden mit dem Umwelt- und Naturschutzpreis der Stadt Fulda ausgezeichnet
FULDA (vn) Das ist eine Lehrstunde über die enorme Bandbreite, mit der sich Fuldaer Bürger im Umweltschutz engagieren, staunte OB Gerhard Möller dem Thema angemessen im Grünen Zimmer des Stadtschlosses. Die Gruppen, die er gestern Abend gemeinsam mit Stadtbaurätin Cornelia Zuschke auszeichnete, sind in Bereichen tätig, die vom Waldkindergarten über den Hornissenschutz bis zu Fledermaushelfern reichen.
28 Gruppen hatten sich für den seit 1987 verliehenen Preis beworben, elf wurden ausgezeichnet. Der Preis ist in diesem Jahr mit insgesamt 5100 Euro dotiert.
Der Pflegestift Mediana entwickelte eine tierfreundliche Umgebung, die den Bewohnern ermöglicht, die Tiere aus der Nähe zu beobachten. Die ÜWAG schuf an den Strommast-Spitzen Plätze, die Greifvögeln gefahrloses Landen erlaubt, und stellt Naturschützern kostenlos eine Hebebühne zur Verfügung. Das Preisgeld von 500 Euro spendete ÜWAG-Prokurist Norbert Witzel in doppelter Höhe an den Umweltfonds der Stadt.
An die Tradition der historischen Wandervogelbewegung knüpft die im März 2005 von Michael Holzwarth gegründete Fuldaer Wandervogel-Jugendbewegung an.
Der Waldkindergarten Die Rhönwichtel, entstanden aus einer Initiative der Erzieherinnen Monika Wedertz und Birgit Heim, betreut elf Kinder, die ihre Zeit ausschließlich im Wald verbringen.
Dr. Ute Lange, Biologielehrerin an der Marienschule, setzte sich mit zahlreichen Veröffentlichungen, auch in unserer Zeitung, für den Erhalt der heimischen Flora ein.
Um den Wespen- und Hornissenschutz machten sich Karl Gräser und Karlheinz Schmalz verdient.
Günter Krätzner, seit 1992 ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter der Stadt Fulda, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Agenda 21 des städtisches Naturschutzbeirates, engagiert sich als Beauftragter für Fließgewässer im Kreisvorstand des Naturschutzbundes.
Stefan Zaenker, Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz, bot Beratung und baute ein Fledermaus-Notfalltelefon auf.
Die Amphibienschützer Friedhelm Bleuel, Dietrich Harsdorf, Josef Hohmann, Alfred Peschl, Martin, Thomas und Wolfgang Rieser sowie Herbert Schmitt, die stellvertretend für viele andere Amphibienschützer geehrt wurden, halfen Kröten beim Überqueren einer Kreisstraße in Dietershan.
Facharzt Michael von Kürten fährt das kleine Elektroauto City-El, das mit Strom aus seiner eigenen Fotovoltaik-Anlage gespeist wird.
Anette und Martin Engel schaffen in ihrem landwirtschaftlichen Betrieb Nistplätze für Rauchschwalben.
Undotiert ist die Auszeichnung für 13 Sickelser Familien, die an der Schindhohle einer Streuobstwiesenprojekt entwickelten.
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