Entscheidung im schottischen Hochland   –   Pfingsten 2006


  - ©Weinbacher Wandervogel

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Entscheidung im schottischen Hochland

Mutig entschlossen stehen die Krieger der MacKenzies am steilen Bergeshang und spähen in die Ferne. Der Nieselregen fällt stetig auf ihre durch viele Schlachten gezeichneten Schwerter und Schilde und beginnt die blau-schwarze Kriegsbemalung in den wettergegerbten Gesichtern zu verwischen. Sie lauschen angespannt und bald gibt es keinen Zweifel mehr: Das dröhnende Stampfen wird deutlicher lauter. Das feindliche Heer kann nicht mehr weit entfernt sein.

Und da sieht man auch schon die ersten Waffen blinken und den gewaltigen Kriegszug der Gordons näher kommen. Es sind fast doppelt so viele Krieger in den Reihen des gegnerischen Clans, doch das kann die MacKenzies nicht erschüttern. Mit ihrem gellenden Kriegsschrei: TULLOCH ARD ! stürmen sie auf die überraschten Feinde zu und eine wilde Schlacht entbrennt...

...Wir befinden uns im Jahr 1005 im Königreich Schottland. Das Land ist bereits seit einigen Jahrhunderten christianisiert und obwohl die Druiden ihre uralten Kultstätten verlassen haben und offiziell Christen geworden sind, leben besonders im unwegsamen Hochland die alten keltischen Bräuche weiter fort. Die dort ansässigen Clans leben weitest­gehend unabhängig und selbst­be­stimmt in ihren alten Traditionen.

Eine dieser Traditionen ist die des "Tanistry", bei der für jeden Herrscher ein Tanister (Stellvertreter) gewählt wird, der nach dem Tod des Herrschers dessen Position übernimmt, was die sofortige Wahl eines neuen Tanisters mit sich bringt. Malcolm II., der gerade den schottischen Thron durch feigen Mord erobert hat, will das Tanistry-Sytem abschaffen und in ein Erbkönigtum verwandeln.


Die vier bedeutendsten schottischen Clans dieser Zeit, die MacKenzies (Weinbacher Wandervogel), die Gunns (Jungenbund Phoenix), die MacGregors (Pfadfinderbund Kreuzfahrer) und die Gordons (Christlicher Pfadfinderbund Saar) wollen dies jedoch verhindern und den Chief des mächtigsten Clans der Highlands zum Tanister wählen. Dieser soll die Freiheit der Highlands garantieren und schnellstmöglich die Nachfolge des Königs antreten.

Natürlich hält sich jeder dieser Clans für den mächtigsten und möchte aus seinen Reihen den Tanister stellen. Als Zeichen der Macht gelten nach wie vor die keltischen Runensteine. Diese ruhen immer noch in den alten, verlassenen Kultstätten der Druiden, von denen niemand mehr genau weiß, wo sie sich         

befinden. Die Wahl des Tanister am Whitsun-Abend (Pfingstsonntag) wird derjenige gewinnen, dessen Clan die meisten Runensteine vorweisen kann...

"...und verkündet hiermit den Chief der MacKenzies als Besitzer der meisten Runensteine zum neuen Tanister des Königs." Ein Jubel bricht unter den Clansmännern los, in den sich das Schlagen der Trommeln und das Pfeifen des Dudelsacks mischt, um ihren Chief gebührend zu feiern. Die MacKenzies sind der mächtigste Clan Schottlands und die Highlands bleiben frei und unabhängig. Dies wird schließlich auch mit den anderen drei Clans zusammen die ganze Nacht hindurch gefeiert. An diesen Tag wird man sich noch lange erinnern...

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